Früher wusste man in Hauptpostämtern in dem entsprechenden Telefonbuch der jeweiligen Stadt sein Glück zu versuchen und konnte von der gesuchten Person zum mindesten einer Telefonnummer habhaft werden. Alles weitere war dann abhängig von dem Mut und dem Willen des Suchenden dort anzurufen und sich überraschen zu lassen.
Das Motiv, jemanden wiederzufinden, ist gestern wie heute sicher ein gutes.
Heute hilft einem neben Google auch Facebook, Stayfriends und co. dabei mit geringerem Aufwand recht schnell den gesuchten zu finden.
Wenn jener Gesuchte allerdings, ohne Probleme zu kontaktieren ist, weil Wohnort und Rufnummer bekannt sind, dann mutet einem die Suche im Internet schon etwas merkwürdig an.
Denn genau das ist ja das Problem, man hinterlässt diverse Spuren.
Von einer Handvoll Informationen, welche man über Google hat schöpfen können, nun einen Rückschluß auf die Persönlichkeit zu ziehen ist, besonders wenn es darum geht sich eine Meinung über einen Menschen zu bilden, empfinde ich als äußerst fahrlässig.
Und vor allem wirft es ein schlechtes Licht auf den Suchenden. Es hat etwas voyeuristisches und zeugt von Feigheit.
Ein jeder solle vor seiner eigenen Türe kehren, und nicht den Dreck vor den Türen anderer suchen. Sonst kommt man schnell in den Ruf ein Dreckspatz zu sein.
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